16. November 2017: Das EIGENE, das ANDERE, das FREMDE, das BEÄNGSTIGENDE und das VERTRAUTE

Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Lebensweisen und Kulturen – mit Teresa Naumann

Wir verstehen uns als pluralistische Gesellschaft, in der jeder Mensch und verschiedenste Lebensformen Raum und Respekt bekommen sollen. Willkürliche Ausgrenzung und Abwertung sowie  deren vielschichtige zersetzende Wirkungen lehnen wir ab. Toleranz ist der moralische Wert, den wir verwirklichen und Integration der soziale Prozess mit dem wir das bewerkstelligen wollen. Unternehmen und Organisationen haben Programme zum Diversity-Management. Die Wirklichkeit ist jedoch komplex. Die Begegnungen zwischen Menschen, Gruppen und Organisationen sind spannungsreich und oft setzen sich Ängste, Verletzungen und Enttäuschungen in Wut und Aggressionen um.

Teresa Naumann hat sich mit diesem Thema in ihrer Geschichte „Fette Zwiebel“ auseinandergesetzt. Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, Josephina, die in einem konfessionell geführten Heim lebt und sich in ihre Zimmergenossin verliebt. Als die Beziehung der beiden deutlich wird, werden die noch minderjährigen Frauen voneinander getrennt. Die junge Frau wird einer Gemeinschaft von Menschen mit unterschiedlichen Prägungen und sexuellen Orientierungen überstellt. Diese müssen sich mit den Vorbehalten und Anfeindungen ihrer Umwelt auseinandersetzen. Josephina wagt einen Neu-Anfang.

Teresa Naumann ist Schülerin der Klasse 12 des Erich-Kästner-Gymnasiums in Köln Niehl. Ihre Erzählung wurde zusammen mit Geschichten anderer Mitschüler*innen im Rahmen eines Projekt-Kurses zum literarischen Schreiben veröffentlicht. („Das Buch – 7 Geschichten aus der Welt“, epubli 2017)

Bei unserem Salonabend wird Teresa Naumann Passagen aus ihrer Geschichte vorlesen und ihre Gedanken zum Selbst-Werden, Anders-sein und Zusammen-Leben vorstellen. Wie immer laden wir zum gemeinsamen Gespräch zu diesem hochaktuellen und facettenreichen Thema ein.

Anmeldung

Der Salonabend findet statt am

Do., den 16. November 2017, 19:30 – 21.30 Uhr
(Einlass 19:00 -19:30 Uhr)

Melden Sie sich einfach hier an:

Wird gesendet

31. August 2017: Morgen weiß ich mehr – Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution

– ausgebucht –

Ein Salonabend mit Marcus Klug und Michael Lindner

„Haben Sie auch das Gefühl, dass sich unsere Arbeitswelt in einem fundamentalen Umbruch befindet? Dass sich unser Verständnis vom Lernen nur noch historisch begründen lasst? Dass es gerade jetzt darauf ankommt, die Welt wieder mit einem Funken in den Augen zu betrachten, mit mehr Begeisterung und Leichtigkeit? Sicherlich. Wir können auch resignieren. Digitale Diktatur. Fremdbestimmung durch Algorithmen. Entgrenzung des Menschen und der Organisationen. Aufmarsch der Roboter. Und wir können die alte Platte von der Industrialisierung einfach auf Highspeed setzen. Noch mehr Beschleunigung, noch mehr Leistungsdruck, noch mehr Hamsterrad. Wir haben uns in diesem Sachbuch für das Gegenteil entschieden. Wir wollen Sie dazu motivieren, zum Gestalter dieses Wandels zu werden und einen wertvollen Beitrag zur Veränderung beizutragen. Folgen Sie dem Beispiel von herausragenden Personen und Organisationen, die schon heute damit begonnen haben, den Wandel zu gestalten. Lernen Sie aber genauso, mögliche Bedrohungen, Fallstricke und musterhafte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Und bekommen Sie vor allem Lust, Neuland zu wagen. Wir freuen uns auf unser gemeinsames Wissensabenteuer: Abenteuer Digitale Zukunft!“

So stellen Marcus Klug und Michael Lindner ihr eben erschienenes Buch „Morgen weiß ich mehr“ vor. Wer sich in das Buch vertieft, stößt auf eine Fundgrube von Wissen, Informationen, kritischen Reflexionen, Literaturtipps, praktischen Hinweisen und Quellen, die Lust macht, immer weiter zu graben und vieles selbst auszuprobieren. – Mehr Informationen zum Sachbuch „Morgen weiß ich mehr“ gibt es hier: http://www.digitalistbesser.org/sachbuch.

Wir freuen uns auf ein Gespräch mit zwei Autoren, die das Internet, seine Entwicklung und auch seine Auswirkungen und Möglichkeiten für das Lernen und Arbeiten der Zukunft (und Gegenwart) in- und auswendig kennen!

Dr. Michael Lindner und Marcus Klug

Marcus Klug, geboren 1977, ist Redner, Blogger und Autor. Neben seiner Tätigkeit als Blogger und Formatentwickler für das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke hat er zusammen mit Michael Lindner das Sachbuch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ verfasst, das im März 2017 „Buch des Monats“ wurde. Das Sachbuch bildet die Basis für ein eigenes Expertenprogramm als Speaker: „Wissensabenteuer für die digitale Zukunft“. Mehr Infos unter: www.marcusklug.de

Dr. Michael Lindner ist Trainer und Dozent für Selbstmanagement. Seine Schwerpunkte liegen auf digitalen Tools und achtsamkeitsbasierten Methoden. Zusammen mit Marcus Klug veröffentlichte er 2017 das Buch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“. Michael Linder begreift die Flexibilität und Vernetzungsmöglichkeiten der Digitalisierung als Chancen für die Wissensgesellschaft und als einen Kulturwandel. Weitere Informationen : www.michael-lindner.org

31. August 2017, 19:30 – 21:30 Uhr
Einlass ab 19:00 Uhr
Anmeldung erforderlich!

18. Mai 2017: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – zwischen Wohltat und Bemächtigung

Ein Salonabend mit den Psychologinnen Kristine Dahlhaus und Maria Heuvelmann
– ausgebucht –

Dass eine robuste Gesundheit für Menschen wichtig sei, findet aktuell keinen Widerspruch, ebenso, dass man etwas dafür tun muss. Genug natürlich und auch das Richtige. Früher war das Privatsache, heute treiben Unternehmen viel Aufwand, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter_innen zu fördern und nehmen diese auch in die Verantwortung. Eine Arbeitsgruppe der Uni Mainz beschreibt die dahinterstehende Haltung:

„Die Basis eines jeden erfolgreichen Unternehmens besteht in einer motivierten und gesunden Belegschaft. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beinhaltet das ’systematische und nachhaltige Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Strukturen und Prozessen und um die gesundheitsförderliche Befähigung der Beschäftigten‘ (Expertenkommission 2004). Dabei geht es darum, gesundheitsgerechte Rahmenbedingungen an den Arbeitsplätzen zu schaffen und die Mitarbeiter dazu zu animieren, sich gesundheitsgerecht zu verhalten.“

(Arbeitsgruppe Arbeits- und Sozialpsychologie (AG ASP) UNIVERSITÄTSMEDIZIN der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin)

 

Maria Heuvelmann und Kristine Dahlhaus
Dipl.-Psych. Maria Heuvelmann und Dipl.-Psych. Kristine Dahlhaus

Die Diplom-Psychologinnen Kristine Dahlhaus und Maria Heuvelmann haben Menschen in unterschiedlichen Unternehmen dazu befragt, „wie Gesundheit in Unternehmen `behandelt` wird“ . (Titel des unveröff. Ergebnisberichtes). Sie stellen ihre interessanten und überraschenden Ergebnisse dazu im Salon dar. Wir sprechen mit ihnen darüber, was Unternehmen zu diesem Thema konkret tun, welche Wirkungen diese Maßnahmen entfalten und was sie für das Verhältnis zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden bedeuten können.

19:30- 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Anmeldung

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Eine Anmeldung ist deshalb leider nicht mehr möglich.

16. März 2017: Vom Wagnis, selbst hinzuschauen

Nachdenken über Seh-Gewohnheiten mit der Bildhauerin und Malerin Marianne Roetzel

Foto Marianne Roetzel
Marianne Roetzel (c) EM

Ein Thema der aktuellen öffentlichen Diskussion ist das Verhältnis von „Lüge und Wahrheit“. Die  verschiedenen Parteien werfen sich gegenenseitig vor, Vorurteile, Stereotype und Lügen zu entwickeln und zu verbreiten. Die Vorstellung hinter diesen Auseinandersetzungsprozessen ist offenbar die, dass es eine objektiv existierende und darstellbare Wirklichkeit gibt, die „richtig“ ist und die  – bei „richtigem“ Hinschauen, das man nur wollen müsse – sich jedermann und jederfrau zeigen würde.  Die Haltung, dass verschiedene Perspektiven auf ein Thema oder eine Situation zu einem differenzierten Bild führen, das auch Widersprüchliches enthalten kann oder sogar muss, scheint demgegenüber schwach und unattraktiv. Sie ist offenbar schwer auszuhalten, denn sie weckt auch unangenehme Gefühle und verwirrende Gedanken. Sie müht sich jedoch um einen redlichen Umgang mit den Fakten und scheut den Aufwand nicht, sich von vereinfachenden Seh- und Beurteilungsmustern zu trennen.

Die Bildhauerin und Malerin Marianne Roetzel lädt mit ihren Werken ein, sich auf einen eigenen, individuellen Seh- und Denkprozess einzulassen und sich von vorgegebenen Kategorien und Trends zu lösen. Im Salon sprechen wir mit ihr und den anderen Salongästen über die Erfahrungen, die Lust und die Mühe, uns selbst und unsere Lebensumwelt mit unseren Sinnen wahrzunehmen und auf eigene Gedanken zu kommen.

19:30- 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Dieser Salonabend ist schon vorbei. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

10. Dezember 2014: „Nutzen statt Besitzen“

Ein Abend über „Share Economy“ mit Dr. Carolin Baedeker – ausgebucht –

Dass der PKW die meiste Zeit steht, ist teuer. Und Parkplätze werden auch immer knapper. Warum also nicht Carsharing nutzen? Die Schlagbohrmaschine, die man, wenn es hoch kommt, einmal im Jahr benötigt, liegt gegen eine moderate Leihgebühr beim Baumarkt bereit. Couchsurfing spart Hotelkosten und zugleich lernt man nette Leute kennen. Die Ökonomie des gemeinsamen Nutzens scheint auch ökologisch sinnvoll: Teure Ressourcen werden besser ausgenutzt. Und wir brauchen uns keine Gedanken mehr machen über die Umstände, die der Besitz vieler, komplexer Güter mit sich bringt.

Jeremy Rifkin („Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“) sieht in der Ökonomie des Teilens (Share Economy) das erste wirklich neue ökonomische Modell nach Kapitalismus und Sozialismus. Share Economy ist mittlerweile auch zum profitablen Geschäftsmodell geworden. Oder weshalb sonst sind Daimler und BMW ins Carsharinggeschäft eingestiegen? Da stellt sich die Frage: Wie viel trägt die Ökonomie des Teilens und gemeinsamen Nutzens tatsächlich zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise bei? Oder macht der Rebound-Effekt die angestrebten Nachhaltigkeitseffekte zunichte, führt Share Economiy letztendlich nur zu einer weiteren Nachverdichtung des Konsums? (Niko Paech).

Vor diesem Hintergrund werden in einer Studie des Wuppertal Instituts die tatsächlichen Ressourceneinsparpotenziale von unterschiedlichen Nutzen statt Besitzen-Ansätzen (z.B. Kleidertausch, Werkzeugverleih) näher betrachtet und hinterfragt, welche anderen Effekte dabei entstehen können.

Dr. Carolin Baedeker
Dr. Carolin Baedeker

Dr. Carolin Baedeker ist stv. Leiterin der Forschungsgruppe „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren“ des Wuppertal Instituts (www.wupperinst.org). Die Mitautorin der Studie „Nutzen statt Besitzen“ (http://www.boell.de/de/content/nutzen-statt-besitzen-auf-dem-weg-zu-einer-ressourcenschonenden-konsumkultur) gibt uns einen Überblick über Hintergründe, Praxis, Effekte, Chancen und Risiken der Share Economy.

Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch über Fragen wie:

  • Wie funktioniert die Ökonomie des Teilens?
  • Welche Güter werden heute geteilt? Wie geht das? Können wir das auch nutzen?
  • Welchen Beitrag kann die Share Economy zu einer nachhaltigen Wirtschaft leisten?
  • Mit welchen erwünschten und unerwünschten Nebeneffekten ist zu rechnen?

19:30- 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Anmeldung

Dieser Abend ist ausgebucht. Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

05. Juni 2014: „Bedingungsloses Grundeinkommen im Praxistest“

ein Abend mit Julitta Münch
– ausgebucht –

Mit dem Projekt „100mal neues Leben“ hat die Breuninger-Stiftung gemeinsam mit dem Europäischen Regionalen Förderverein e.V. erprobt, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen funktionieren kann und was es bei Menschen bewirkt. Julitta Münch berichtet von ersten Beobachtungen und den Schlüssen, die man daraus ziehen kann.

Aber auch im Kibbuz Ma’abarot hat Julitta Münch zwei Jahre lang ein Gemeinschaftskonzept erlebt, in dem für alle Mitglieder auf Lebenszeit gesorgt ist. Kann es also doch funktionieren? Spielen die kulturellen Bedingungen dabei eine Rolle? Unter welchen Voraussetzungen ist eine solche, bedingungslose Grundversorgung möglich und sinnvoll?

Julitta Münch (Foto: Tanja Göllner-Weiser)
Julitta Münch
(Foto: Tanja Göllner-Weiser)

Die Stimme der Dipl.-Politologin, Dipl.-Soziologin und Psychologin Julitta Münch ist vielen Radiohörern im Ohr: Jahrelang hat sie als Moderatorin der WDR-Mitmachsendung  “Hallo Ü-Wagen” Experten, Betroffene, Interessierte und Bürger zu den unterschiedlichsten Themen miteinander ins Gespräch gebracht.  Auch als selbstständige Beraterin setzt sich die Kommunikationsexpertin für eine Kultur des Gesprächs ein. Sie ist überzeugt, dass durch Austausch auf Augenhöhe der solidarische Interessensausgleich erreicht werden kann: Im Staat, in der Nachbarschaft, im Unternehmen, in der Organisation oder auch in der Familie.

Wir laden ein zum Gespräch über Fragen wie:

  •  Bedingungsloses Grundeinkommen – ist das eine gute Idee?
  • Wie kann ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Praxis funktionieren?
  • Was macht es mit den Menschen und ihrer Leistungsmotivation?
  • Macht ein bedingungsloses Grundeinkommen kreativ oder einfach nur bequem?
  • Und was können wir dazu vom Modell „Kibbuz“ lernen?

19:30 – 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Der Abend ist bereits ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

03. April 2014: „Psychodramakindertherapie mit kriegstraumatisierten Kindern in Gaza“

ein Abend mit Stefan Flegelskamp

– ausgebucht – 

„Ein Kind macht die ernsthaftesten Sachen, indem es spielt!“
dies hatte schon Rousseau in Emile über die Erziehung erkannt. Aber auch palästinensische Erwachsene in den Rollen spielender Kinder haben uns die Dramatik und Tragödie der israelischen Besatzung des Gazastreifens und deren Auswirkungen auf die dort lebenden Kinder spielend spüren lassen.
Stefan Flegelskamp berichtet, wie aus der eigenen Familiengeschichte und einem Traum ein Hilfsprojekt in Gaza wurde.

Kinder sind Kinder sind Kinder sind Kinder, ob in schuld- oder schamorientierten Kulturen, hilft Spielen, das Erlebte zu verarbeiten. Stefan Flegelskamp berichtet von den Spielen, die er in Gaza erlebt hat, von ihren Inhalten und Bedeutungen.

„Indem der Geheilte dem irren Ganzen sich anähnelt, wird er erst recht krank, ohne dass doch der, dem die Heilung misslingt, darum gesünder wäre“

(Theodor W. Adorno)

Stefan Flegelskamp
Stefan Flegelskamp

Stefan Flegelskamp ist Diplom-Sozialarbeiter; Psychodramaleiter und Psychodrama-Kindertherapeut (DFP ) und gehört der Leitung des Szenen Institutes für Psychodrama Köln an. Der Supervisor und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut verfügt über langjährige Erfahrung in der Suchtkranken- und Jugendhilfe. Stefan Flegelskamp arbeitet in freier Praxis in Köln. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt in der Eifel.

Wir laden ein zum Gespräch über Fragen wie z.B.:

  • Wie traumatisiert der Krieg die Kinder und welche Hilfe benötigen sie?
  • Wie kann Spiel zur Therapie werden?
  • Was macht ein europäischer Therapeut in Gaza mit seinen eigenen kulturellen Voreinstellungen und moralischen Urteilen?

19:30 – 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Dieser Termin ist ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

 

13. Februar 2014: „Der ehrbare Konsument“

Ein Abend über Konsumentenethik mit Stephan Schmitz

Beim Schaufensterbummel (online oder auf die alte Art offline) bestaunen wir manches Angebot, bei dem wir uns fragen, unter welchen Bedingungen es wohl hergestellt worden ist, mit welchen Nebenwirkungen für Menschen und die Natur.

Viele kaufen fair gehandelten Kaffee, biologisch-ökologisch angebautes Obst und Gemüse. Und manche Geschäfte oder Anbieter meiden wir, weil wir Ungutes über Produktions- und Arbeitsbedingungen, Firmenpolitik und Unternehmensethik gehört haben.

Selten waren wir Verbraucher besser informiert als heute: Siegel und Zertifikate bestätigen uns die Unbedenklichkeit der Ware. Aber wer zertifiziert hier genau was? Das Kleingedruckte auf Verpackungen gibt uns detailliert Auskunft über Bestandteile und Herkunft der Güter. Aber was bedeutet das alles und was wird uns hier vielleicht verschwiegen?

Verbraucherschutz und Politik sehen uns gerne als „mündige Verbraucher.“ Aber sind wir überhaupt in der Lage, verantwortungsbewusst einzukaufen, wenn wir schon dazu entschlossen sind?

Anbieter begründen ihr Angebot teils fragwürdiger Leistungen damit, dass die Verbraucher es offensichtlich so wollen.  Bleibt der wirtschaftsethische „Schwarze Peter“ also letztendlich in jedem Fall beim Konsumenten? Und wie können Konsumenten dann tatsächlich ihrer ethischen Verantwortung gerecht werden, ohne dass daraus eine eigene, zeitraubende Beschäftigung wird?

Stephan Schmitz
Stephan Schmitz

Stephan Schmitz ist Coach und Unternehmensberater. Er interessiert sich besonders für die Frage, wie ökonomische und ethische Ansprüche in Einklang gebracht werden können und wie eine verantwortliche Ökonomie aussehen kann. Er gibt uns eine kurze Einführung in die aktuelle Diskussion zum Thema „Konsumentenverantwortung“ und hat auch einen Vorschlag parat, wie verantwortlicher Konsum ganz einfach gestaltet werden könnte.

Diskutieren Sie mit uns über Fragen wie:

  • Welche Verantwortung haben wir Konsumenten? Wofür kann man uns zur Rechenschaft ziehen, wofür nicht?
  • Wo wird es mit dem ethischen Konsum schwierig?
  • Wie lässt sich die Informationsfülle bewältigen, mit der wir konfrontiert sind, wenn wir verantwortungsbewusst einkaufen wollen?
  • Welche Strukturen könnten uns helfen, das Ganze deutlich zu vereinfachen, so dass wir beim Einkaufen nicht mehr Mühe haben als bisher?

 

19:30 – 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)

Anmeldung

Dieser Termin liegt in der Vergangenheit. Eine Anmeldung ist deshalb nicht mehr möglich.

11. Juli 2013: „Gesprächskultur“

Ein Abend mit der Journalistin und Moderatorin Julitta Münch

– ausgebucht –

In manchen Unternehmen und Organisationen herrscht ein rauer Ton. Manche nennen das „offen“. Solange es im Alltag läuft und alles funktioniert, scheint das unproblematisch: „Bei uns sind wir eben etwas direkt“ –  in manch anderen wird eher gar nicht miteinander gesprochen! Wo allerdings etwas schief läuft, wo Spannungen oder Konflikte bestehen und unterschiedliche Interessen im Raum stehen, werden solche Kommunikationsstile schnell zum Risikofaktor.

In Unternehmen und Organisationen wird über manches gestritten. Nicht nur über fachliche und organisatorische Fragen, sondern auch über Interessen, Löhne und Fragen der Gerechtigkeit. Die Erfahrung zeigt, dass die einseitige Durchsetzung von Interessen die Atmosphäre vergiftet und schließlich oft mehr schadet als nützt.

Julitta Münch (Foto: Tanja Göllner-Weiser)
Julitta Münch
(Foto: Tanja Göllner-Weiser)

Die Stimme der Dipl.-Politologin, Dipl.-Soziologin und Psychologin Julitta Münch ist vielen Radiohörern im Ohr: Jahrelang hat sie als Moderatorin der WDR-Mitmachsendung  „Hallo Ü-Wagen“ Experten, Betroffene, Interessierte und Bürger zu den unterschiedlichsten Themen miteinander ins Gespräch gebracht.  Auch als selbstständige Beraterin setzt sich die Kommunikationsexpertin für eine Kultur des Gesprächs ein. Sie ist überzeugt, dass durch Austausch auf Augenhöhe der solidarische Interessensausgleich erreicht werden kann: Im Staat, in der Nachbarschaft, im Unternehmen, in der Organisation oder auch in der Familie.

Julitta Münch berichtet von ihrer Arbeit für eine faire Gesprächskultur. Mit ihr diskutieren wir über Fragen wie:

  • Wie können Gespräche zum fairen Interessensausgleich führen?
  • Wie bringen wir im Konfliktfall alle Beteiligten an einen Tisch?
  • Welche Rahmenbedingungen brauchen Gespräche, um zu einer zufriedenstellenden Lösung zu führen?
  • Was macht ein Gespräch zu einem fairen Gespräch?
  • Wie lässt sich eine solidarische Gesprächskultur in Organisationen und Unternehmen „vorbeugend“ entwickeln?

19:30 – 21:30 Uhr (Einlass von 19:00 – 19:30 Uhr)
Die Teilnahme ist kostenlos.